Discovery Uzbekistan
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Discovery Uzbekistan Travel Guide #14/2010
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Schachrisabsz - die Epoche von Amir Temur

Schachrisabsz war schon immer ein wichtiger Punkt auf der Abzweigung der Seidenstrasse gegen Süden Richtung Ozean. Schachrisabsz gilt als populäres Reiseziel, als Tagesausflug von Samarkand aus oder als Zwischenhalt auf der Strecke Samarkand Buchara. Die Stadt liegt in einer fruchtbaren Ebene am Fuss des Gissar Gebirges. Vorallem ist Schachrisabsz aber die Geburtsstätte von Amir Temur. Rückblick auf Tausend Jahre Geschichte.

Schachrisabsz bedeutet die Grüne Stadt und in der Tat, wenn Sie nach der Passfahrt talwärts steuern,   vorbei   an Weinreben, Obstgärten, sattgrünen Feldern, fühlen  Sie sich weit weg von den Steppenlandschaften weiter nördlich. Die architektonischen Sehenswürdigkeiten von Schachrisabsz sind  mindestens 500 Jahre alt, unter ihnen der berühmte Palast Ak Saray und das Mausoleum Jahangir, welche Ende des XIX und Anfang des XV Jh errichtet wurden. Unter den wichtigsten historischen Denkmälern sind der Shamsiddin Kilab Mazar, die grosse Moschee Kok Gumbaz, und das Mausoleum Gumbazi Saidan von wichtiger Bedeutung. Alle diese Bauten wurden während der Epoche derTimuriden gebaut. Der Markthalle Chorsu und das historische städtische Badehaus sind aus dem XV Jh und auch einen Halt und eine Besichtigung wert. Shachrisabsz gehört heute noch zu den traditionellen Zentren des Kunsthandwerks, vorallem besticht die traditionelle Stickerei, welche durch ihren aufwendigen und  charakteristischen Schlingen und Flachstich und die floralen Muster sofort wiederzuerkennen sind. Insbesondere wird der Grundstoff komplett mit Stickerei bedeckt.
Sowohl die Stickerinnen von Schachrisabz als auch die von ihnen handgemachten Taschen, Kissen   sind nicht nur in Usbekistan berühmt, wo diese Waren auf jeder Handwerkermesseausgestellt sind. In Kanada und Japan trägt man bestickten Westen mit dem Stolz.

Beeindruckend ist der inzwischen renovierte Ak Saray oder Der weiße Palast. Dieser Bau war das Lieblingsprojekt von Tamerlan, vielleicht auch das am übertrieben ehrgeizigste. Von den monumentalen Palastanlagen mit einem 40m über der Erde schwebenden Wasserbecken, von dem der spanische Botschafter Clavijo berichtete, steht noch das Portal aufrecht.

Einen Eindruck vom Schachrisabsz längst vergangener Tage erhält man im ausgezeichneten Museum.

Moschee Kok Gumbaz und Doru Tilovat
Die Moschee wurde von Ulug Beg neben den ursprünglichen Mausoleen für Sheikh Shamsuddin Kulal, sein Lehrer und geistiger Mentor von Amir Timur und Ulug Begs Grossvater, Amir Taragay errichtet. Über den Grabstein des Scheiches, der reiche Marmorgravierungen aufweist, sagt man, er habe heilbringende Eigenschaften. Die Moschee mit den blauen Kuppeln war als Freitagsmoschee entworfen, und weist wie fast alle Bauten von Ulug Bek unglaubliche geometrischen Genauigkeit auf.  Vergessen wir nicht, dass Ulug Beg gegen Ende seines Lebens ein führender Astronom und Mathematiker war und die besten Lehrer und Wissenschaftler seiner Zeit um sich versammelt hatte. Der akustische Effekt im Innern der Kuppel ist phänomenal. Wenn der Imam zur Gebetsstunde oder auf speziellen Wunsch hin Suren aus dem Koran zitiert, verfallen auch nicht muslimischen Besucher in respektvolle Stille.

DoruSaodat Der Ort der Mächtigen
Amir Temur baute diesen Komplex für seinen Sohn Jahanghir gebaut, der bereits im Alter von 22 Jahren gestorben war. Später wurde auch Omar Scheikh, ein anderer Sohn von Amir Temur hier begraben. Der mächtige Herrscher hatte ursprünglich die Stelle für sein eigenes Mausoleum gewählt und sehr bestimmte Instruktionen dahingehend hinterlassen. Sein letzter Wunsch wurde jedoch aus vielerlei Gründen nicht respektiert. Die Nachfahren AmirTemurs verfielen bald in einen gnadenlosen Erbstreit, das Reich, eines der grössten in der Weltgeschichte, wurde unter die Enkel aufgeteilt, Uneinigkeit, Zwist und Krieg nahm Einzug und in der Folge wurde die Seidenstrasse als Handelsweg geschwächt und über Jahre unterbrochen.

Discovery Uzbekistan #3

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