Discovery Uzbekistan
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Discovery Uzbekistan Travel Guide #14/2010
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Buchara

Man kann nur bedauern, dass der letzte Buchara-Emir, Alim Khan, kaum seinen neuen Sommerpalast Sitora I Mokhi Choza genießen konnte. Mit Alim Khan und der russischen Eroberung von Buchara 1920 ging eine lange Epoche zu Ende, wie sie sich kein Abenteuer-Romanautor je spannender hätte ausdenken können. Das Zentrum der Islamischen Wissenschaften, der Wissenschaften überhaupt, in der Welt, unter den Samaniden im 9./10. Jh, ein Welt-Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum, ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und immer geheimnisvoll und dem Aussenseiter verschlossen hat sich Buchara zur wohl besten Reisedestination in Usbekistan entwickelt, wo Vieles von dem Reisende nach Zentralasien träumen, Wirklichkeit wird.

Die jüdische Gemeinde Bucharas besteht heutzutage aus ca 50 Familien. Der Beitrag, den ihrer Vorfahren an die Kunst, die Musik, das Handwerk und die Textilkunst leisteten, ist unschätzbar und jüdischen Kaufmannshäuser aus dem 19. Jh zählen zu den meistgefragten kleinen Hotels in der Altstadt. Ein Besuch der beiden Synagogen, der jüdischen Schule und des jüdischen Kulturzentrums, welches bald eröffnet wird, gibt Ihnen einen Einblick in das Leben dieser hochinteressanten Kultur.

Die Goldstickerei ist eines der am meisten verbreiteten Handwerke des modernen Bucharas. Früher konnten nur Männer die Stickereikunst ausüben und die feinen Goldfäden über Lederschablonen auf samtigen Hintergrund aufnähen. Heute sehen Sie in den etlichen Werkstätten vorallem junge Frauen über den Stickrahmen gebeugt. Ohne die mit den charakteristischen Mustern goldbestickten Roben und Kappen ist keine Hochzeit denkbar. Als Mitbringsel werden auch Brillenetuis, Nadelkissen und Tannenbaumschmuck hergestellt.

Buchara gesehen durch das Objektiv der örtlichen Meister- Fotografen, welche u.a. Eine Ausbildung in den USA genossen, öffnet ganz neue Perspektiven. Die Wechselausstellungen und der permanente Bestand des Zentrums für kreative Photografie werden Sie umgehendst davon überzeugen. Zu den Hauptthemen gehören die verschiedenen Ethnien Bucharas, die kulturellen Besonderheiten, wie Musik und Tanz. Die Photogallerie, wie die lauschige Medresse gegenüber der Art Gallerie auch genannt wird, ist ein Hafen des intellektuellen Lebens Bucharas.

Reisen Sie mit Kindern nach Buchara? Warum auch nicht? Einige privaten Hotels stellen gerne Babysitter-Dienste. Ausserdem gibt es einiges von Interesse für Jüngere, z.B. die künstlichen Teiche auf denen Enten schwimmen, die sich immer freuen, gefüttert zu werden, den Puppen und Spielzeugladen im Crafts Develoment Center, die Statue von Nassriddin Affandi und die lebensgrossen Kamele zum Rumklettern rund um den Lyabi Hauz. Eine kleine Broschüre, vielerorts erhältlich, erzählt die Anekdoten um diesen dem Till Eulenspiegel ähnliche Figur.

Saiteninstrumente, wie wir sie kennen, haben Ihren Ursprung in Zentralasien. Kein europäischer Barde des Mittelalters wäre je unter den Fenstern seiner Geliebten gestanden, wenn die Grosse Seidenstrasse nicht die Vorläufer der Laute in den Westen gebracht hätte. Die Meister aus Buchara schnitzen sorgfälltig ausgewählte Hölzer von Hand in die gewünschte Form und sind sehr darauf bedacht, eine optimale Klangfülle zu erzielen. Die Liebe zur Musik ist allen inne und Meister Ottabek in der Karavansarai Nughai demonstriert Ihnen gerne die verschiedenen Instrumententypen.

Fragen Sie mal in ihrem Videoladen nach, ob es eine Kopie der Italienisch-Amerikanischen Coßproduktion THE KEEPER "der Beschützer" zu leihen gibt. Basierend auf dem Leben von Omar Khayyam, wurde dieser Film zum grossen Teil in Buchara gedreht, beim Ark, der Nekropole Chor Bakr und anderen Drehorten. Sicher werden Sie bei Ihrem Besuch in Buchara die eine oder andere Einstellung wiedererkennen.

Die archäologischen Ausgrabungsstätte und das Museum Paykent sind in 45 Min Fahrt vom Lyabi Hauz Platz entfernt. Die erste Siedlung der sogdischen Hochkultur in der Buchara region. Ein Muss für diejenigen, die viel Zeit haben oder schon einmal in Buchara waren. Mit etwas Glück treffen sie im Herbst sogar wissenschaftliche Mitarbeiter der Hermitage St. Petersburg unter Professor Simionov an oder Studenten der Universität Rom.

Auf der ganzen Welt gibt es nur 2 Orte, wo Teppiche basierend auf Mustern der timuridischen Miniaturmalerei geknüpft werden. Einer davon ist die UNESCO Teppichwerkstatt in der Medresse Eshoni Pir (die andere ist in Chiwa). Vom Färben der Seidenfäden über deren zeitaufwendige Verarbeitung sehen Sie hier jeden Schritt eines oder vielleicht sogar Ihres?? wertvollen und als Unikat hergestellten Seidenteppichs.

Discovery Uzbekistan #3

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